
Inhaltsverzeichnis
Wichtigste Erkenntnisse
- Ein Cannabis Kater kann entstehen, wenn THC Gehalt und Konsummenge hoch sind oder wenn jemand unregelmäßig konsumiert. Auch Flüssigkeitsmangel, schlechter Schlaf oder ein leerer Magen können die Symptome verstärken.
- Typische Beschwerden sind Kopfschmerzen, Schwindel, trockene Augen und allgemeine Antriebslosigkeit am nächsten Tag.
- Viel Wasser trinken, ausgewogen essen und sich an der frischen Luft bewegen können helfen, die Symptome zu lindern.
- Cannabis Kater unterscheiden sich von Alkohol Katern, da sie meist milder verlaufen und seltener mit Übelkeit oder Schwindel einhergehen.
- Wer auf Qualität, passende Dosierung und regelmäßige Pausen achtet, kann einem Cannabis Kater gut vorbeugen.
Du hattest am Abend entspannt eine lange Freizeit-Session mit Marihuana, fühlst dich aber am nächsten Morgen wie gerädert? Dann hast du vielleicht Bekanntschaft mit dem sogenannten Cannabis Kater gemacht. Auch wenn er meist milder ausfällt als ein klassischer Alkoholkater, kann er den Start in den Tag erschweren.
Doch keine Sorge, es gibt Tipps, um den Cannabis-Kater zu vermeiden und schnelle Hilfe, wenn es dich doch erwischt. In diesem Artikel erfährst du alles über die Ursachen, Symptome und die beste Art, einen Marihuana-Kater loszuwerden. Zudem findest du hier auch wertvolle Tips, wie du ihn in Zukunft vermeiden kannst.
Gibt es einen Cannabis-Kater wirklich?
Nach einer ausgedehnten Session mit hohem THC-Gehalt fühlen sich viele am nächsten Tag schlapp, benommen und weniger leistungsfähig. Manche Cannabiskonsumenten klagen über Symptome (1) wie Kopfschmerzen, trockene Augen und starke Müdigkeit am nächsten Morgen. Das liegt daran, dass THC und andere Cannabinoide dein Gehirn beeinflussen und nach längerem Konsum zu einem spürbaren „Nachbeben“ führen können.
Im Vergleich zu einem Alkoholkater ist der Cannabiskater zwar weniger intensiv, aber dennoch vorhanden. Ein Cannabis-Kater ist, auch wenn nicht jeder ihn gleich stark erlebt, mehr als nur ein Mythos. Jedoch hängt das Ausmaß des Katers von Faktoren wie der konsumierten Menge, dem THC-Gehalt und der individuellen Toleranz ab.
Was sind die Ursachen für einen Cannabis-Kater?
Es gibt mehrere Gründe, warum du dich nach dem Konsum am nächsten Tag nicht ganz fit fühlst:
- Hoher THC-Gehalt: Cannabis mit einem hohen THC Gehalt kann häufiger zu Nachwirkungen wie Müdigkeit oder Konzentrationsproblemen führen. Besonders Personen mit geringer Toleranz können stärker darauf reagieren und sollten lieber mit einer kleinen Menge beginnen.
- Menge und Häufigkeit: Lange oder intensive Rauchphasen können das Risiko für Symptome wie benommener Zustand oder Kopfschmerzen am nächsten Tag erhöhen. Wer langsam konsumiert und Pausen einlegt, kann diesen Effekten oft vorbeugen.
- Dehydration: Cannabis kann dem Körper Flüssigkeit entziehen, was Kopfschmerzen und Müdigkeit begünstigt. Trinke während und nach dem Konsum ausreichend Wasser, um deinen Flüssigkeitshaushalt im Gleichgewicht zu halten.
- Schlafqualität: Auch wenn du früh ins Bett gehst, kann THC die wichtige REM Schlafphase beeinträchtigen. Dadurch fühlt sich der Schlaf weniger erholsam an, was sich am nächsten Tag auf Konzentration und Energie auswirkt.
Welche Symptome treten bei einem Cannabis-Kater auf?
Ein Cannabis-Kater fühlt sich anders an als ein Alkoholkater, aber die Symptome und Nebenwirkungen sind trotzdem unangenehm.
- Benommenheit: Viele Betroffene berichten von einem schweren Gefühl im Kopf, als sei die Konzentration deutlich eingeschränkt.
- Trockene Augen und Mund: Der bekannte trockene Mund tritt am nächsten Morgen oft besonders stark auf und kann unangenehm sein.
- Kopfschmerzen: Diese treten vor allem nach einer intensiven Konsumphase mit viel THC auf.
- Lethargie: Ein starkes Bedürfnis nach Ruhe und das Gefühl, nicht richtig in die Gänge zu kommen, sind typische Anzeichen.
Die gute Nachricht: Diese Symptome halten meist nur wenige Stunden an und verschwinden oft im Laufe des Tages oder nach ausreichend Schlaf wieder.
Wie beeinflusst ein Cannabis-Kater deine Leistungsfähigkeit?
Ein Cannabis Kater kann deine geistige Leistungsfähigkeit am nächsten Tag deutlich beeinflussen. Untersuchungen zeigen, dass der Konsum von Cannabis (2), besonders bei regelmäßigem Gebrauch und hohem THC Gehalt, die Konzentration, Reaktionszeit und Stimmung am Folgetag beeinträchtigen kann.
Typische Symptome wie Müdigkeit und verlangsamtes Denken treten häufiger auf, wenn am Vortag viel konsumiert wurde. Auch wenn diese Nachwirkungen im Vergleich zu einem klassischen Kater durch Alkohol eher mild erscheinen, können sie sich negativ auf Alltag und Beruf auswirken. Gerade bei Aufgaben, die hohe Aufmerksamkeit erfordern oder bei Tätigkeiten im Straßenverkehr, kann ein Cannabis Kater deine Konzentration und Reaktionsfähigkeit spürbar beeinträchtigen.
Wie unterscheidet sich ein Cannabis-Kater von einem Alkoholkater?
Viele stellen sich die Frage, ob ein Cannabis Kater genauso unangenehm ist wie ein Alkohol Kater. In der Regel fällt er milder aus. Die Unterschiede lassen sich gut vergleichen:
Merkmal | Cannabis-Kater | Kater durch Alkohol |
Dauer | ca. 4-12 Stunden | 12-24 Stunden |
Symptome | Benommenheit, trockener Mund, leichte Kopfschmerzen | Übelkeit, Erbrechen, starke Kopfschmerzen, Zittern |
Ursache | Hoher THC-Gehalt, gestörter Schlaf | Dehydration, Alkoholabbau im Körper |
Linderung | Wasser, kleine Mahlzeiten, Bewegung an der frischen Luft | Viel Flüssigkeit, Ruhe und eventuell leichte Schmerzmittel |
Intensität | Meist eher mild | Oft sehr intensiv und belastend |
Ein Alkohol Kater kann dich komplett aus der Bahn werfen, während ein Cannabis Kater oft eher ein schwaches Unwohlsein ist, das dich im Alltag zwar bremst, aber nicht völlig einschränkt.
Was hilft bei einem Cannabis Kater nach einer Rauch Session?
Falls du mit einem Cannabis-Kater aufwachst, ist dies kein Grund zur Panik! Mit ein paar einfachen Tipps bist du bald wieder fit:
- Trinke viel Wasser: Flüssigkeitsmangel kann Kopfschmerzen und Müdigkeit verstärken. Wasser hilft dem Körper, sich zu erholen.
- Iss etwas Gesundes: Ein leichtes Frühstück mit Obst oder Joghurt gibt dir Energie.
- Frische Luft und Bewegung: Ein Spaziergang regt den Kreislauf an und hilft dem Körper den THC-Rest abzubauen.
- Schlafe aus: Ruhe ist oft die beste Medizin. Gönn dir mehr Schlaf, wenn dein Körper es verlangt.
- Vitamin C tanken: Ein Glas Orangensaft am Morgen kann dich beleben und deinen Körper zusätzlich unterstützen.
Mit diesen einfachen Maßnahmen kannst du die Nachwirkungen gut abfedern und schneller wieder in deinen Tag starten.
Wie kannst du einen Cannabis-Kater vermeiden?
Am besten vermeidest du einen Cannabis-Kater, bevor er überhaupt entsteht. Der Schlüssel liegt in einem bewussten Konsum und ein paar einfachen Tricks:
Wähle dein Cannabis mit Bedacht, achte auf den THC Gehalt und übertreibe es nicht, besonders wenn du noch wenig Erfahrung hast. Gönn dir zwischendurch Pausen beim Konsum, damit dein Kopf und Körper Zeit zum Durchatmen bekommen.
Bleib während der gesamten Session gut mit Wasser versorgt. Das hilft nicht nur gegen trockenen Mund, sondern unterstützt auch deinen Kreislauf. Und ganz wichtig ist: Konsumiere nicht auf leeren Magen. Iss vorher etwas Leichtes, damit die Wirkung sanfter einsetzt und du einem möglichen Kater vorbeugen kannst. Klar, bei einer entspannten Runde mit Freunden denkt man selten an den nächsten Morgen, aber dein zukünftiges Ich wird dir dankbar sein, wenn du diese einfachen Tipps beachtest.
Fazit
Ja, ein Cannabis Kater kann wirklich auftreten. Wenn du es mit dem Konsum mal etwas übertrieben hast, spürst du das möglicherweise am nächsten Tag. Beschwerden wie Schwindel, trockener Mund oder leichte Kopfschmerzen sind zwar unangenehm, aber mit ein paar einfachen Maßnahmen gut in den Griff zu bekommen. Trinke viel Wasser, iss etwas Leichtes und geh an die frische Luft. Denn das kann oft schon erheblich helfen.
Noch besser: Achte schon beim Konsum auf ein paar Grundregeln. Mit der richtigen Menge, Pausen zwischendurch und ausreichend Flüssigkeit kannst du einem unangenehmen Start in den nächsten Tag vorbeugen und deine nächste Cannabis Session entspannter genießen.
Quellen
- McCartney, D., Suraev, A., & McGregor, I. S. (2023). The “Next Day” Effects of Cannabis Use: A Systematic Review. Cannabis and Cannabinoid Research, 8(1), 92–114. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9940812/
- Wadsworth, E., Moss, S. C., Simpson, S. A. und Smith, A. P. (2006) Cannabis use, cognitive performance and mood in a sample of workers. Journal of Psychopharmacology. Verfügbar unter: https://doi.org/10.1177/0269881105056644
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