
Inhaltsverzeichnis
Wichtigste Erkenntnisse
- Cannabis kann das Einschlafen erleichtern, indem es das Endocannabinoid-System beeinflusst und für eine tiefere Entspannung sorgt.
- THC und CBD spielen unterschiedliche Rollen: Während THC den Schlaf verkürzen kann, fördert CBD eine ruhigere Nacht.
- Studien zeigen, dass medizinisches Cannabis eine Alternative zu Schlafmitteln sein kann, besonders bei Schlafstörungen.
- Cannabinoide interagieren mit dem Schlaf-Wach-Rhythmus, was den natürlichen Schlafzyklus beeinflussen kann.
- Die Wahl der richtigen Cannabis-Sorte ist entscheidend, da verschiedene Arten von Cannabis unterschiedliche Wirkungen auf den Schlaf haben.
Wie wirkt sich Cannabis auf den Schlaf aus? Es ist ein bekanntes Thema unter Kiffern: Nach einem Joint fühlen sich viele Menschen müde und bereit fürs Bett. Doch warum ist das so? Die Antwort liegt in der Cannabispflanze selbst. Die darin enthaltenen Cannabinoide, insbesondere THC und CBD, interagieren mit dem Endocannabinoid-System, das eine Rolle im Schlaf-Wach-Rhythmus spielt.
THC, der Hauptwirkstoff von Gras, kann dafür sorgen, dass du schneller einschläfst und dich entspannter fühlst. Es beeinflusst jedoch auch die Schlafphasen. Manche Studien zeigen, dass REM-Phasen verkürzt werden, was zu weniger Träumen führen kann. CBD, das nicht psychoaktiv ist, hat eher eine beruhigende Wirkung, die für einen gleichmäßigen Schlaf sorgen kann. Die Verbindung zwischen Cannabis und Schlaf ist komplex und hängt von vielen Faktoren ab. Hier findest du raus, warum Cannabis als Pflanze für besseren Schlaf gilt.
Hilft Cannabis bei Schlafstörungen?
Schlafprobleme sind weit verbreitet – und viele Personen in Deutschland suchen nach natürlichen Therapieangeboten. Medizinisches Cannabis wird immer öfter als mögliche Alternative zu Schlafmitteln betrachtet.
- Schnelleres Einschlafen: Viele Nutzer berichten, dass THC das Gedankenkarussell stoppt.
- Tiefere Entspannung: Cannabinoide wirken muskelentspannend, was vor allem für Rheuma-Patienten hilfreich sein kann.
- Regulierung des Schlafrhythmus: Besonders bei Schichtarbeitern könnte CBD helfen, einen gesunden Rhythmus zu finden.
- Mögliche Alternative zu Medikamenten: Manche Studien sehen medizinisches Cannabis als Ergänzung zu herkömmlichen Therapien.
Obwohl die Ergebnisse vielversprechend sind, hängt die Wirkung stark von der Person, der Dosierung und der Art des Konsums ab.
THC oder CBD – Welche Verbindung ist besser für den Schlaf?
THC und CBD sind die bekanntesten Cannabinoide, aber ihre Wirkung auf den Schlaf unterscheidet sich deutlich.
Eigenschaft | THC 💤 | CBD 🌿 |
Einschlafhilfe | ✅ Ja | ✅ Ja |
Schlafqualität | ⚠️ Schwankt | ✅ Stabilisierend |
Träume & REM-Schlaf | ❌ Kann reduziert werden | ✅ Normalisiert den Zyklus |
Muskelentspannung | ✅ Stark | ✅ Mittel |
Langfristige Nutzung | ⚠️ Kann Gewöhnungseffekt haben | ✅ Unbedenklich |
Die Wahl zwischen THC und CBD hängt von der individuellen Schlafproblematik ab. Während THC für schnelles Einschlafen sorgen kann, stabilisiert CBD die Schlafqualität und kann bei langfristigem Konsum vorteilhafter sein. Weiteres über THC kannst du hier nachlesen: https://www.weed.de/wissen/grundlagen/tetrahydrocannabinol.
Beeinflusst Cannabis die Schlafphasen?
Die Schlafqualität hängt stark von den Schlafphasen ab. Cannabis verändert diese Phasen, weshalb einige Nutzer tief und fest schlafen, während andere berichten, dass sie sich am nächsten Tag müder fühlen.
- Kürzere Einschlafzeit: Cannabis kann die Einschlafzeit um mehrere Minuten verkürzen.
- Tiefschlaf-Phase verlängert: Besonders Indica-Sorten fördern tiefen, erholsamen Schlaf.
- REM-Schlaf verkürzt: Träume werden seltener oder verschwinden ganz.
- Schlafzyklen stabilisiert: Besonders bei Menschen mit Schlafentzug kann CBD helfen, den natürlichen Rhythmus wiederherzustellen.
Wer gerne intensiv träumt, sollte wissen: THC kann den Traumschlaf unterdrücken. Beim Absetzen berichten viele Konsumenten von extrem lebhaften Träumen, da das Gehirn den REM-Schlaf nachholt. Hier findest du die Indica-Sorte: https://www.weed.de/strainsuche/indica.
Welche Cannabissorten sind gut für den Schlaf?
Nicht jede Cannabis-Sorte wirkt gleich. Während Sativa-Sorten oft aktivierend wirken, sind es vor allem Indica-Sorten, die für tiefe Entspannung sorgen. Mehr zur Sativa-Sorte findest in unserer Strainsuche. Hier die
5 Top Cannabis Sorten gegen Schlafstörungen:
Granddaddy Purple
Northern Lights
Blueberry Kush
Bubba Kush
ACDC
Cannabinoid-Therapie und Schlafstörungen: Neue Erkenntnisse zur psychischen Gesundheit
Eine Längsschnittstudie aus dem Jahr 2023, basierend auf Daten der CoVenture-Studie in Kanada, untersuchte den Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum, Schlafqualität und psychotischen Symptomen bei Jugendlichen. Die Analyse von über 3.600 Teilnehmenden im Alter von 12 bis 17 Jahren zeigt, dass Schlafstörungen eine vermittelnde Rolle in der Beziehung zwischen Cannabiskonsum und psychoseähnlichen Erfahrungen (PLEs) spielen könnten. Mit anderen Worten: Jugendliche, die regelmäßig Cannabis konsumieren, berichteten häufiger über schlechtere Schlafqualität – was wiederum mit einem erhöhten Auftreten psychotischer Symptome zwei Jahre später einherging.
Die Studie zeigt zudem, dass der Zusammenhang nicht nur in eine Richtung verläuft. Schlechter Schlaf konnte im Folgejahr auch mit einem Anstieg des Cannabiskonsums in Verbindung gebracht werden – möglicherweise, weil Betroffene versuchen, ihre Schlafprobleme mit Cannabis selbst zu behandeln. Dieser wechselseitige Effekt verdeutlicht, wie Schlaf als zentraler Faktor in der Wechselwirkung zwischen Cannabiskonsum und psychischer Gesundheit fungieren kann.
Besonders bemerkenswert: Die Verschlechterung der Schlafqualität vermittelte den Zusammenhang zwischen frühem Cannabiskonsum und späteren psychoseähnlichen Erfahrungen signifikant. Die Forschenden betonen daher, dass eine gezielte Verbesserung der Schlafqualität – etwa durch Verhaltenstherapie – ein vielversprechender Ansatz sein könnte, um das Risiko für psychotische Symptome bei Jugendlichen mit Cannabiserfahrung zu senken.
Fazit
Fazit: Cannabis kann beim Schlaf helfen – aber nicht für alle und nicht ohne Risiken
Cannabis hat zweifellos Potenzial als Unterstützung bei Schlafproblemen – vor allem durch seine entspannende Wirkung und die Fähigkeit, das Einschlafen zu erleichtern. Ob THC oder CBD – die Wahl des richtigen Wirkstoffs und der passenden Sorte spielt eine entscheidende Rolle für die Wirkung. Dennoch ist Vorsicht geboten: Nicht jeder reagiert gleich, und besonders bei langfristiger Anwendung können unerwünschte Effekte auftreten – etwa eine gestörte Schlafarchitektur oder psychische Nebenwirkungen, wie aktuelle Studien zeigen. Wer Cannabis als Einschlafhilfe nutzen möchte, sollte sich gut informieren, möglichst ärztlichen Rat einholen und bewusst mit der Dosierung umgehen. So kann Cannabis bei richtiger Anwendung eine sinnvolle Ergänzung zur Schlaftherapie darstellen – aber eben nicht die Lösung für alle.
Quellen
Neurexan (2023). Cannabis und Schlaf – Wie beeinflusst es die Schlafqualität? Verfügbar unter: https://neurexan.de/magazin/schlaf/cannabis-seine-wirkung-auf-schlaf
Institut Schlaf (2023). Die Auswirkungen von Cannabis auf den Schlaf. Verfügbar unter: https://institut-schlaf.de
Ouellet, M., et al. (2023). Die Rolle von Schlafstörungen beim Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und psychotischen Symptomen. Verfügbar unter: https://www.drugcom.de/news/die-rolle-von-schlafstoerungen-beim-zusammenhang-zwischen-cannabiskonsum-und-psychotischen-symptomen/
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